Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert,
hätten wir eine Revolution - und zwar schon morgen früh."
(Henry Ford, 1863-1947)

Ein gewaltiges Ablenkungsmanöver ...
Die Begleitumstände aktueller Geschehnisse machen es notwendig, dass
ich mich nach längerer Pause wieder mit aktuellen Insider-News zurückmelde.

Das zweite Level der Bankenkrise neigt sich dem Ende zu - jedes weitere Level wird noch verheerender, das dritte Level wird uns gleich Anfang 2008 beschäftigen.
Wir sind nun in der Übergangsphase zum dritten Level angelangt, die Übergänge zwischen
den Intervallen werden immer kürzer, Level 3 deutlich dramatischer als alles Bisherige!
Lassen Sie sich deshalb nicht von dem gewaltigen Ablenkungsmanöver "Zumwinkel & Co." blenden, auch wenn es schon interessant ist, wie es die Medien bzw. ihre Auftraggeber schaffen, von der Verschwendung von dramatisch mehr Steuermilliarden bei real bereits insolventen Banken abzulenken und Volkes Zorn wieder Richtung Manager zu lenken:

1. Bedenken Sie bei den aktuellen Diskussionen, dass die Politiker dem Staat/Steuerzahler ein Vielfaches dessen Kosten, als alle Steuerhinterzieher, die es jemals gegeben hat (alleine IKB, Sachsen LB, West LB und Bayern LB haben ein Risikokapital von über EUR 100Milliarden aufgebaut, demgegenüber stehen laut Medien um die 400Millionen der Steuerhinterzieher). Kapitalvernichtung ist aber leider kein Straftatbestand. Im Gegenteil. Das darf jeder (Politiker) tun, soviel er möchte.
 
2. Durch kriminelle Machenschaften der Steuerfahndung herbeigeschaffte Beweise sind in keinem demokratischen Rechtsstaat gerichtlich verwertbar.
 
3.Wie kann es sein, dass bei der Durchsuchung von Zumwinkels Villa das Fernsehen bereits auf der Matte stand und quasi live berichtete? Eine Inszenierung ohne Gleichen.
 
4. Seit wann werden Razzien angekündigt?
 
5. Ist die persönliche Demontage von Klaus Zumwinkel wirklich nur Zufall, nachdem die Postbank bzw. die Deutsche Post AG gebeten worden war, die insolvente IKB aufzukaufen, Herr Zumwinkel sich aber weigerte.
Zudem war er "fällig", denn es gab einfach zu viel Stress mit ihm:
Telekom-Entlassungen (Aufsichtsratsvorsitzender), Mindestlohnstreit Post/PIN, Postbank-Verkauf... schon alleine das reicht, um ihn zur persona non grata zu machen.

6. Skandale werden gerne zur Instrumentalisierung neuer staatlicher Eingriffe genutzt: Ergebnis in einigen Wochen/Monaten: Verstärkte Kontenkontrollen, Devisenkontrollen bei Überweisungen ins Ausland und zurück. Also noch mehr Kontrolle, Daumenschrauben,Überwachungen....?
 
7. Und vor allem: Dient das Ganze etwa nur der Abschreckung vor Kapitalflucht???
Spiegel: Die Kapitalflucht nimmt rapide zu. Anfang nächsten Jahres soll sie in Kraft treten, schon schlagen Experten Alarm: Die geplante Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge treibt ihrer Ansicht nach vermehrt Kapital ins Ausland.
Dieselbe Beobachtung hat auch Michael Bormann von der internationalen Steuerkanzlei in Berlin (bdp) gemacht. Er sagte dem Sender: "Die Kapitalflucht nimmt rapide zu. Wir merken das auch in unserem Züricher Büro. Der Beratungsbedarf der Mandanten steigt ganz enorm. Und die Abgeltungssteuer führt dazu, dass der Geldstrom aus Deutschland heraus stärker wird."
Um anlagewilligen Kunden in Deutschland möglichst viele Risiken abzunehmen, böten einige dieser Banken auch noch einen "besonderen Service" an. "Sie eröffnen die Möglichkeit, Bargeld in einem Geldtransporter über die Grenze in die Schweiz oder nach Liechtenstein zu bringen. Vorher wird das Geld dann auf mehrtägigen Touren meistens in
Hotels eingesammelt. Der Clou dabei ist, dass das Geld dann als normale legale Devisenzufuhr in die Schweiz deklariert wird.”
 
EINE SEHR WICHTIGE INFORMATION:
 
Mit dem Amtswechsel an der Spitze der Federal Reserve hatte die Notenbank am 23.03.2006 die Veröffentlichung der Geldmenge M3 (Geldmengenwachstum) eingestellt, da sie angeblich irrelevant ist. Die Einstellung der Veröffentlichung war ein untrüglicher Hinweis auf den bevorstehenden Absturz des US-Dollars. Um den Markt vor negativen Daten zu "schützen", wird nun die Veröffentlichung von Wirtschaftsindizes ab 01.03.2008 eingestellt:

Due to budgetary constraints, the Economic Indicators service will be
discontinued effective March 1, 2008.
(http://www.economicindicators.gov/ )

Mit der Einstellung der Veröffentlichung der Wirtschaftsindizes liegt wohl der klare Beweis vor, dass die US Regierung mit wirtschaftlich schwersten Zeiten für das Land rechnet. Die US-Notenbank wird deshalb weiterhin alles daran setzen, das Finanzsystem mit Liquidität zu fluten.
Ein Spiel auf Zeit - mehr nicht.
Offensichtlich gehen die Märkte aber weiterhin davon aus, dass es sich bei der Kreditkrise um einen Belastungsfaktor der "gewohnten" Größenordnung handelt. Was sich als fataler Irrtum erweisen könnte. Sehen Sie sich den nachfolgenden Chart an (Quelle:www.shadowstats.com).
Er zeigt die Kreditaufnahme der sogenannten Depository Institutions in den USA bei der US-Notenbank. Dazu zählen Geschäfts- und Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Niederlassungen ausländischer Banken in den USA. Im Chart sehen Sie den letzten Nachfrageschub nach Krediten, ausgel�st durch die Anschläge vom 11.09.2001. Und Sie sehen, was im Januar 2008 passiert ist. Hier muss und kann nichts mehr "interpretiert" werden: Es handelt sich um ein "epochales" Ereignis, an dem die Finanzmärkte auf Sicht unmöglich vorbei sehen können. Dem Thema "Vermögenssicherung" wird in diesem Umfeld eine immer wichtigere Bedeutung zukommen, ganz gleich, wann und bei welchem Niveau die Bombe platzt.
Es gibt keine Landesbank, die nicht betroffen ist - Insolvenz in Raten (zumindest was die Informationspolitik betrifft):

1. Die nächste Pleite-Landesbank - HSH Nordbank (Landesbank Hamburg/Schleswig-Holstein): WIWO: Finanzkrise erreicht HSH Nordbank
Die Finanzkrise hat die HSH Nordbank erreicht und bedroht das Geschäftsmodell der Landesbank. Die braucht nun dringend Geld.
Hinzu kommt, dass die Bank, wie fast alle Institute, selbst verbriefte Kredite über Zweckgesellschaften gekauft hat, die sie nun nicht mehr los wird. Vier Milliarden Euro hat sie in Papiere, für die es derzeit keinen Markt gibt, investiert. Bis Ende des dritten Quartals hat sie auf ihre Wertpapiere nur Abschreibungen in Höhe von 190 Millionen Euro vorgenommen. Dabei werde es nicht bleiben, prognostizieren Branchenkenner. Wie bei anderen Banken würden für das vierte Quartal weitere Abschreibungen fällig, heißt es aus dem Umfeld der Bank. Der Vorstand wolle mit weiteren schlechten Nachrichten aber bis nach der Bürgerschaftswahl am 24. Februar warten.
Nun muss die Bank handeln. Vor wenigen Tagen verkaufte sie ein Immobilienkreditportfolio im Volumen von 7,6 Milliarden Euro an die Hypo Real Estate, die BNP Paribas und Lehman Brothers. Ein für ihre Verhältnisse sehr großes Paket.
Hier scheint die Not besonders gross zu sein - dafür haben sie besonders lange geschwiegen.

2. Der nächste Banken-Fall - LBBW:
Handelsblatt: LBBW trifft Finanzkrise hart. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) rutscht immer tiefer in die Finanzkrise. Verwaltungsratsvorsitzender Peter Schneider stellte am Freitag nicht in Abrede, dass sich die Gesamtbelastungen für die Bank auf voraussichtlich rund 1,1 Mrd. Euro belaufen.
Das wird wohl erst der Anfang sein...

3. "Schmutzige" IKB-Verstaatlichung - jetzt sind es schon 8,5 Milliarden:
Handelsblatt: IKB bringt Bund in die Bredouille. Die Bundesregierung und die staatseigene Förderbank KfW als IKB-Großaktionär stecken weit mehr Geld in die Rettung der angeschlagenen Mittelstandsbank als von der Bundesregierung angekündigt.
Insgesamt summiert sich die Rettungssumme für die im vergangenen Sommer ins Straucheln geratene Mittelstandsbank, die in mehreren Runden aufgefangen wurde, nun auf rund 8,5 Mrd. Euro. Gezahlt haben bisher KfW, Bund und die Verbände der deutschen Kreditwirtschaft. Allein der Anteil der KfW beträgt mittlerweile fast sechs Mrd. Euro.
 
4. Und die BayernLB:
Spiegel: BayernLB braucht 650 Millionen Euro. Die angeschlagene Bayerische Landesbank ist auf Hilfe von außen angewiesen: Um die Verluste aus dem US-Kreditgeschäft zu verkraften, bittet das Institut laut einem Zeitungsbericht um eine Kapitalerhöhung von 650 Millionen Euro. Zahlen muss vermutlich auch der Freistaat
Bayern.
Bis gestern hieß es seitens Beckstein/Huber, es sei keine Kapitalerhöhung nötig. Jetzt sind es auf einmal 650 Millionen Euronen - fürs Erste...

5. Wozu gibt es einen Bankenaufsicht?
Die Bankenaufsicht gehört auf den Müll. Das sind die gleichen Herdentiere wie die Banker selbst - und dann helfen sie noch alles zu vertuschen.
von Christian Issleib
 
Der Fall Zumwinkel
Der BND ermittelt in Fragen Steuer. Vielleicht auch in einigen Monaten in Richtung Verkehrsvergehen, Kleinkriminalität oder Wasserverschmutzung oder persönlicher körperlicher CO2-Abgabe. Da Zumwinkel permanenter Bilderberger war und zunhmend Informationen über die Bilderberger bekannt wurden, scheint Zumwinkel vom Geheimdienst überwacht und erkannt worden zu sein. Dafür spricht, dass nur sein Name genannt wurde, obwohl vermutlich Namen aus allen Etagen von Politik und Wirtschaft zu nennen würden. Es ist noch nicht einmal wirklich klar, ob diese Art der Kapitalverlagerung strafbar ist. Eine Ermittlung ohne Anfangsverdacht ist schon merkwürdig. Dadurch entsteht der Eindruck, man wollte Zumwinkel und nur Zumwinkel abservieren und bestrafen. Eine andere Erklärung könnte man darin sehen, dass Zumwinkel nicht wollte, dass die Postbank über die Commerzbank ans Ausland verkauft wurde. Frau Merkel dringt sehr auf das Zustandekommen dieses Geschäfts.
von Heinz Geelhaar